28. August 2025 am Meret Oppenheimer-Platz:

hitzegeschädigte Bäume

 

Ausbau Bahnhof SBB

viel Beton

keine Grünfläche

Klimakrise

Die Lokalgruppe 4053/4059 für Klimagerechtigkeit setzt sich für einen begrünten Meret Oppenheim-Platz ein.

Die SBB wollen am 2. Dezember 2025 mit uns Quartierbewohner*innen auf den Abschluss der mehrjährigen Arbeiten zur „Leistungssteigerung und provisorischen Passerelle Basel SBB“ anstossen. Wir Quartierbewohner*innen haben viele Monate lang unter dem Baulärm, dem Verkehrsstau und der Verschmutzung durch die Bauarbeiten gelitten.

Einen guten Grund zum gemeinsamen Anstossen gibt es aus unserer Sicht erst, wenn der angrenzende Meret Oppenheim-Platz so nachhaltig begrünt ist, dass wir Gundeli-Anwohner*innen und alle Passant*innen dort in den Sommermonaten vor der massiven Wärmeeinstrahlung geschützt werden.

Für uns Gundeli-Bewohner*innen ist dieses Ausbauprojekt alles andere als abgeschlossen. Die unweit der neuen Fussgängerbrücke gelegene Asphaltwüste Meret Oppenheim-Platz (MOP) hat sich in den Sommermonaten 2024 und 2025 als Quartierofen erwiesen und zur Erhitzung des Quartiers weiter beigetragen. Das dicht bebaute Gundeli-Quartier mit seiner Nähe zu den Bahngleisen gehörte schon vor dem Ausbau des Bahnhofs zu den heissesten Quartieren der Stadt.
Die im Schatten gemessenen Höchsttemperaturen erreichen in den Sommermonaten über 35 Grad und gefährden die Gesundheit von Jung und Alt.

Den SBB als Eigentümer des MOP ist es bisher nicht gelungen, aus der Hitzeinsel den angestrebten “neuen Begegnungsort für die Basler Bevölkerung als auch für alle Reisenden, Pendler und Touristen” zu machen. Im Gegenteil: Der erste Eindruck, den Reisende hier von der Stadt Basel erhalten, ist alles andere als einladend.

Mitglieder der Gruppe Gundeli der Klimabewegung Basel 2030 haben im vergangenen Sommer vergeblich versucht, mit den SBB über Massnahmen zur Begrünung und Beschattung des MOP ins Gespräch zu kommen.

Während die Kantonsregierung der zunehmenden Klimaerhitzung in Basel mit der Umsetzung ihres Massnahmenkatalogs zum Stadtklimakonzept entgegentritt, fehlt es den Zuständigen der SBB an griffigen Konzepten und nachhaltigem Engagement.

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom April 2024 steht fest, dass Klimaschutz ein Menschenrecht ist. Wir fordern, dass die SBB ihre grosse Verantwortung zum Schutz von Mensch und Umwelt wahrnimmt und die Aufenthaltsqualität auf dem MOP unter Mitwirkung der Quartierbevölkerung verbessert durch
nachhaltige Begrünung und weitere ökologisch wertvolle Massnahmen zur Abkühlung des Areals an Hitzetagen.